Was ist der Sinn des Lebens?
Im Rahmen unseres PuP-Wahlpflichtfach-Unterrichts haben wir die Aufgabe erhalten, ein eigenes Forschungsprojekt zu entwickeln, dabei war es uns frei mit welchem Thema wir uns auseinander setzten wollen. Wir wollten ein Thema wählen, welches möglichst viele Menschen betrifft und gleichzeitig spannende, persönliche Überlegungen ermöglicht. So sind wir auf die Frage gestoßen, die uns Menschen schon lange beschäftigt: Was ist der Sinn des Lebens?
Um möglichst viele unterschiedliche Perspektiven zu erhalten, haben wir zwei Gruppen miteinander verglichen:
Jugendliche der Oberstufe und BewohnerInnen des Altersheim Kössen. Beide Gruppen haben wir mit derselben Hauptfrage befragt: „Was ist für Sie persönlich der Sinn des Lebens?“
Zusätzlich stellten wir jeweils eine altersbezogene Zusatzfrage:
- Bei den Jugendlichen: „Was steht an erster Stelle deiner Bucket List?“
- Im Altersheim: „Was hätten Sie rückblickend gerne noch in Ihrer Jugend gemacht?“ und „Was würden Sie der heutigen Jugend mit auf den Weg geben?“
Bevor wir die Umfrage durchgeführt haben, haben wir mehrere Hypothesen aufgestellt. Das Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob diese Vermutungen zutreffen und welche Unterschiede sich tatsächlich zwischen den Generationen – aber auch innerhalb der Gruppen – zeigen: Wir vermuteten unter anderem, dass ältere Menschen tiefgründigere und stärker religiös geprägte Antworten geben würden, während jüngere Menschen eher materiell oder zukunftsorientiert denken. Die Antworten der älteren Menschen haben zwar mehr Inhalt gehabt, was jedoch auf die Umfrage-Variante zurückzuführen ist, jedoch waren sie nicht tiefgründiger als die Antworten der Jüngeren. Außerdem gingen wir davon aus, dass Mädchen häufiger die Familiengründung und Jungen eher die Karriere betonen. Wir hatten zwar recht, dass mehr Mädchen die Familiengründung als Sinn des Lebens sehen; jedoch haben auch mehr Mädels als Jungs angeben, dass sie den Sinn des Lebens in der Karriere sehen. Auch erwarteten wir, dass ältere Jugendliche bereits stärker über ihre berufliche Zukunft nachdenken als jüngere. Jedoch ist es genau andersherum, nämlich dass jüngere Jugendliche mehr an die berufliche Zukunft denken als die älteren.
Highlights unserer Umfrage:
- Für mich ist der Sinn des Lebens, dass man am Ende seines Lebens sagen kann: „Ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte.“ Also dass ich am Ende einfach alles Realistische erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe.
- Mit dieser Frage setze ich mich im Moment oft auseinander und ich versuche es selbst noch herauszufinden. Die Frage ist auch: Braucht das Leben überhaupt einen Sinn? Darf man nur ein erfülltes Leben haben, wenn es auch einen Sinn hat? Aber um die Frage vielleicht annähernd zu beantworten: Das, was mich glücklich macht, ist der Gedanke an mein zukünftiges Leben. Die Neugier, was noch kommen wird.
- Ich finde, da man nur einmal lebt, sollte man es ausleben und wirklich auch das tun, was man will, ohne für andere Personen zu leben. Man ist seine eigene Person, man hat nur ein Leben und sollte das ausnutzen, damit - wenn man ans Ende des Lebens kommt - wirklich auch wenig oder nichts bereut und glücklich und in Ruhe sterben kann.
Tipps von den Altersheimbewohnern an die Jugend:
- (mit Menschen) arbeiten und Geld verdienen, aber dieses auch sparen
- Das Leben genießen, ausgehen, tanzen, reisen
- Anderen helfen und ein gutes Umfeld um sich herum schaffen
- Zufrieden sein, schätzen was man hat, sich mit wenig zufriedengeben und nicht zu materialistisch sein
- Frei sein, aber auch anderen Freiheit erlauben
- Risiken eingehen, nicht zögern, neue Dinge ausprobieren und Erfahrungen sammeln
- Die Zeit, die man in diesem Leben hat, gut nutzen
- „Macht das Beste aus euren Leben!“